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22. Mai 2011

Logo HardlinkBackupHardlinkBackup ist ein Programm zur schnellen, inkrementellen Datensicherung. Es verwendet bereits erstellte Backups, um zu erkennen, ob Dateien geändert, gelöscht oder hinzugekommen sind. Die Dateien des Backups werden nicht in einem eigenen Format gespeichert, sondern erscheinen im Backupverzeichnis als komplettes, „normales“ Verzeichnis.

Damit benötigen Sie HardlinkBackup nicht für die Wiederherstellung eines Backups. Sie können also das komplette Backup oder auch nur einzelne gesicherte Dateien mit Windows-Boardmitteln, wie dem Explorer wiederherstellen. Um Speicherplatz zu sparen, werden unveränderte Dateien nicht kopiert, sondern nur „verlinkt“ als sogenannter „Hard-Link“. Dass diese Dateien nur „verlinkt“ sind, merken Sie nicht – allenthalben daran, dass die Summe des vom Backupverzeichnis benötigten Platzes die Kapazität des Sicherungslaufwerks übersteigt. Hardlinks können mit normalen NTFS-Formatierten Windows-Festplatten aber auch mit einigen NAS auf Linux-Basis erstellt werden.

Verwendung von Hardlinks

HardlinkBackup verwendet (standardmäßig) Hardlinks beim Backup. Hardlinks ermöglichen HardlinkBackup das Dateisystem selbst als Format für Backupsätze zu verwenden. Sie erlauben es, dass Backupsätze auf dem Ziellaufwerk immer vollständig vorhanden sind, obwohl nur geänderte Dateien kopiert wurden und nur der Platz der jeweils geänderten Dateien auf dem Laufwerk belegt wird. Zur Erklärung, was ein Hardlink ist, sei auf Abschnitt 7.1, „Was ist ein Hard-Link?“ verwiesen; grob gesagt ist es ein weiterer Verzeichniseintrag für ein und dieselbe Datei.

Die Verwendung von Hardlinks hat folgende Vorteile:

Es wird nur einmal der Speicherplatz für jede Version einer Datei benötigt, statt für jedes Backup.

So können Sie beispielsweise 10 Backups eines Laufwerks mit der Belegung von 400GB auf eine externe 500GB Festplatte speichern, wenn das Änderungsvolumen während des Zeitraums in dem die Backups durchgeführt wurden, nicht mehr als 100GB umfasst.

Es ist egal, ob die „Orginaldatei“ im vorhergehenden Backup oder der „neue“ Hardlink verwendet wird.

Die Dateien sind identisch und auch im Windows-Explorer nicht zu unterscheiden.

Alte Backupsätze können problemlos durch den Benutzer oder durch eine Aufräumregel gelöscht werden.

Dadurch das Hardlinks weitere Verzeichniseinträge für dieselbe Datei sind, wird die Datei erst dann wirklich gelöscht, wenn kein Verzeichniseintrag mehr für diese Date existiert. Da „Orginaleintrag“ und „Hardlink“ gleichberechtigt sind, ist es egal, ob die Orginaldatei oder der Hardlink gelöscht wird.

Hinweis: Werden keine Hardlinks erstellt (das ist durch eine Option in HardlinkBackup möglich), so gilt diese Aussage nicht mehr!

Das Backup kann wesentlich schneller erfolgen.

Ein Hardlink wird sehr schnell erzeugt, während das Kopieren von Dateien – je nach Anbindung des Ziellaufwerkes – einige Zeit in Anspruch nimmt.

Neben diesen Vorteilen hat die Verwendung von Hardlinks aber auch noch weitere Konsequenzen, über die sich Nutzer von HardlinkBackup im Klaren sein sollten:

Die Veränderung einer Datei im Backup betrifft alle Hardlinks.

Ändert man den Inhalt einer Datei eines Backupsatzes, so ändert man auch den Inhalt aller Hardlinks, die auf diese Datei verweisen. Generell sollten Backupsätze nicht verändert werden.

Nicht-Proprietäres Backupformat

HardlinkBackup verwendet kein spezielles Dateiformat für seine Backupsätze – anders als die meisten am Markt befindlichen Backupprogramme. Das hat folgende Vorteile:

Es wird kein besonderes Programm zur Wiederherstellung Ihrer Daten benötigt.

Windows-Bordmittel, wie der Windows Explorer oder jedes andere Tool oder Betriebssystem, dass auf das Backuplaufwerk zugreifen kann, kann verwendet werden, um die Daten ganz oder teilweise wiederherzustellen.

Wird eine Verschlüsselung oder Komprimierung der Backupsätze benötigt, so lässt sich das auch über Bordmittel bewerkstelligen.

So können Sie einfach die NTFS-Komprimierung für das Backup-Zielverzeichnis aktivieren oder auf ein durch Truecrypt verschlüsseltes Verzeichnis sichern.

Neben diesen Vorteilen hat diese Art des Backups aber auch noch weitere Konsequenzen, über die sich Nutzer von HardlinkBackup im Klaren sein sollten:

Die durch HardlinkBackup angelegten Verzeichnisse sollten nicht durch den Benutzer verändert werden.

HardlinkBackup geht von der Integrität seiner Backups aus. Um Zeit zu sparen, liest HardlinkBackup nicht alle Dateien der zum Vergleich herangezogenen bestehenden Backupsätze ein, sondern verwendet eine Index-Datei. Das ist soweit kein Problem, solange keine Dateien in den Backupsätzen entfernt, verschoben oder verändert wurden. Sollte ein Backup verändert worden sein, so ist auf jeden Fall die Index-Datei „index.hbi“ zu löschen, damit HardlinkBackup die Dateien erneut scannt und die Index-Datei neu erzeugt.

Einschränkungen

HardlinkBackup kann viel, aber nicht alles. Folgende Einschränkungen existieren derzeit:

HardlinkBackup kann keine während des Backups von anderen Programmen exklusiv verwendeten Dateien sichern.

Technisch ist das durch Verwendung des sogenannt „Volume Shadow Copy Service“ (VSS) von Microsoft möglich. Spätere Versionen von HardlinkBackup werden diese Möglichkeit nutzen. Einige User haben sich Skripten geschrieben, mit denen Sie durch den Volume Shadow Copy Service zusammen mit HardlinkBackup verwenden.

HardlinkBackup kann keine existierende Struktur von Hard- und Softlinks sowie NTFS Junctions auf dem Backuplaufwerk replizieren.

Die Dateien und Verzeichnisse werden entsprechend kopiert und existieren im Backup mehrfach. In der Konsquenz dieser Einschränkung macht es auch keinen Sinn, ein Backup-Zielverzeichnis von HardlinkBackup  mit HardlinkBackup komplett auf ein anderes Laufwerk zu kopieren – der benötigte Platz wäre um einiges größer.

HardlinkBackup kann keine komplette Windows-Installation sichern, so dass sie problemlos komplett wiederhergestellt werden kann.

Das ist im Wesentlichen eine Konsequenz der ersten beiden Punkte. Da Windows Dateien offen hält können diese Dateien nicht im laufenden Betrieb kopiert werden. Außerdem macht Windows in seinen eigenen Verzeichnissen regen Gebrauch von Hard- und Softlinks sowie von NTFS Junctions.

HardlinkBackup hat nur so viele Rechte, wie der Benutzer, unter dem es gestartet wird.

Das ist eigentlich keine Einschränkung, sollte aber beachtet werden. HardlinkBackup benötigt Leserechte für alle Quellverzeichnisse, die es sichern soll, sowie volle Zugriffsrechte auf dem Backuplaufwerk. Insbesondere bei der Planung ist wichtig zu entscheiden, unter welchen Benutzer HardlinkBackup gestartet wird.

 

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